„Wir würden ja schon Web 2.0 in unserem Hotel, unserem Betrieb oder unserer Destination einführen. Aber wir haben keine Zeit!“ Das höre ist oft. Und als frischgebackene Mutter verstehe ich diese Klage umso besser.
Angesichts der Vorteile sollte die eigentliche Frage aber lauten: Wie kann ich doch Zeit finden? Sie müssen ja nicht gleich alle Web 2.0-Instrumente umsetzen. Gerade im Tourismus ist ein Weblog oft der erste Schritt.
1) Beschäftigen Sie Praktikanten
Sicher werden auch Sie jedes Jahr von Studenten oder Schülern nach einem Praktikumsplatz gefragt. Wie wäre es, wenn Sie dieses Jahr einen Kandidaten für die Umsetzung Ihrer Web 2.0- Strategie oder eines zeitlich begrenzten Blogs einsetzen. Es reicht ja auch schon ein strukturiertes Brainstorming über die Umsetzbarkeit in Ihrem Betrieb. Tipp: Achten Sie darauf, dass die Person tatsächlich Web 2.0-affin ist!
-> An welchen Schulen & Unis können Sie Praktikanten erreichen?
2) Fragen Sie nach Freiwilligen
Ich arbeite mit einem Hotelkunden, dessen Night-Auditor gerne und sehr gut schreibt. Das hilft mir beim Ghostwriting für seinen Hotel-Blog. Auch in ihrem Team schlummern Talente, die Ihnen vielleicht gar nicht bekannt sind. Fragen Sie doch einfach nach, ob sich jemand freiwillig einbringen möchte. Das muss nicht zwingend ein Mitarbeiter aus dem Marketing-Team sein.
-> Wer schreibt, kommuniziert, fotografiert oder filmt gerne?
3) Nutzen Sie automatische Tools
Alle wichtigen Web 2.0-Plattformen wie YouTube, Flickr, usw. bieten automatische Tools an, die Ihnen die Suche nach für Sie relevanten Infos erleichtern. Damit können Sie sich neue Contents über Ihre Destination, Ausflugsziel oder Betriebe automatisch senden lassen. Fast alle Bewertungsplattformen bieten – zumindest für Hotels – spezielle Services an. Damit können sie sich neue Bewertungen automatisch und gratis per Mail schicken lassen. Holidaycheck bietet Hotels auch die Möglichkeit, aktuelle Bewertungen direkt in ihre Website einzubauen! Beispiel meines Kunden>
-> Registrieren Sie sich auf den wichtigsten Plattformen
4) Laden Sie Gastautoren ein
Der Kulinarisch-Reisen-Blog der Österreich Werbung macht es vor: Dort wurden in der Vergangenheit regelmäßig externe Autoren eingeladen - meist Blogger, die dadurch Aufmerksamkeit für ihren Blog bekamen.
-> Welche Gastautoren könnten Sie bitten?
-> Was wäre deren Vorteil?
5) Fragen Sie Partner
Weinviertel Tourismus hat es geschickt gemacht: Für den mittlerweile eingestellten Winzerblog überzeugte der Initiator sechs WinzerInnen, regelmäßig zu schreiben. Das Ergebnis war eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten! Bevor Sie sich umsehen, sollten Sie sich genau überlegen, welche Partner von einer Kooperation profitieren würden? Für Tourismusverbände und Hotels sind das Museen, Ausflugziele und touristische Dienstleister.
-> Wer kommt als Partner für infrage?
-> Was sollten sie beisteuern? Texte, Fotos, Video oder einfach nur Know-how?
6) Nehmen Sie Geld in die Hand
Wenn es Ihr Budget erlaubt, können Sie natürlich auch für externe Hilfe bezahlen. Die Vorteile gegenüber Gastautoren oder Freiwilligen sind Kontinuität und Professionalität. Achten Sie darauf, dass die Ziele und der Leistungsumfang genau definiert werden.
Das war es für heute. Ich hoffe, die Anregungen inspirieren Sie zu Ihren eigenen Lösungen. Wenn Sie sich von mir beraten oder bei der Umsetzung unterstützen lassen möchten, freue ich mich über Ihre Kontaktaufnahme.

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